Mai 29

Bewusstseinserweiterung digital. Kann man im Cyberspace Yoga lernen? Eines Tages wird es vielleicht die entsprechende Technologie geben. Dieser Artikel träumt schon mal von mächtigen, bewusstseinserweiternden Brainmachines, mit denen sich die Schlange Kundalini vielleicht etwas schneller erwecken lässt.


Yoga lernen als Onlinekurs

Technisch gesehen könnte man bereits in der heutigen Zeit über das Internet Yoga lernen. Was über Bücher oder Anwesenheitskurse funktioniert, kann auch multimedial vermittelt werden.
In einer Welt der Zukunft könnte ein online Yogakurs allerdings ganz neue Dimensionen erreichen. Die Anweisungen des Lehrers, wenn es diesen überhaupt als natürliche Person gibt, werden dann über DSL oder irgendein Kabelnetz übermittelt. Und noch vieles mehr, das einem auf dem Weg zum erleuchteten Yogi helfen könnte.

Yoga lernen im Cyberspace

Unser Cyberyoga, von dem hier (hypothetisch) gesprochen wird, kann natürlich mehr, als nur 3D-Bilder und Sounds mithilfe von Steuereinheiten zu kombinieren. Angenommen, die Technik lässt es zu, dass auch Gefühle vermittelt werden können, dass der Yogi vor einer Konzentrationsübung vielleicht den inneren Zustand vorgespiegelt bekommt, den er erreichen soll. Der Lerneffekt wäre gigantisch, zumindest wenn es um mentale Übungen geht.

Das körperliche Yoga

Das hier dargestellte online Yogalernen vernachlässigt die körperliche Perspektive. Der Yogi trainiert im Allgemeinen seinen Körper und seine Nerven durch die wohlbekannten Turnübungen. Gleichzeitig bzw. in der nächsten Stufe versucht er durch Atem- und Kontentrationsübungen sein Energieniveau zu steigern und so etwas wie Erleuchtung zu erlangen.
Diese Erleuchtung soll eine gewisse körperliche und vor allem nervliche Robustheit erfordern. Im Artikel wird davon ausgegangen, dass man seinen Körper auch mit High-End-Fitnessgeräten trainieren kann und dadurch mit mehr Fun zu seinem Ziel kommt, als am Boden herumzurutschen und die Ohren mit den Zehen zu berühren. Aber vielleicht sind die körperlichen Yogaeinheiten nur zum Teil mit Crosstrainern, Kletterwänden, Swimmingpools und Kraftmaschinen zu ersetzen.

Konzentrationsstimulatoren und die Schlange Kundalini

In dieser Betrachtung steht das Yoga der Atemübungen und des Konzentrationstrainings im Mittelpunkt. Genau genommen jenes, das in einem noch nicht existierenden Cyberspace praktiziert werden soll.
Hier könnte der Cyberyogi die höheren Zustände des Seins simulieren, um diese erst einmal in seine Wahrnehmung zu ziehen – fast so einfach wie ein Drag and Drop Menü.

Digitale Konzentrationsübungen, die nicht nur merken, wenn man nicht mehr bei der Sache ist, sondern die auch eine Art wahrgenommene Hilfestellung geben. Das könnte einem bei Yogaübungen ebenfalls weiterhelfen. Dadurch wären ununterbrochene Konzentrationszeiten vermutlich schneller zu steigern, was das Erreichen der mentalen Ziele unterstützt.

Das große Ziel des Yogis ist letztendlich das Erwecken der Schlange Kundalini. Diese archaische Energie soll in jedem Menschen schlummern. Erweckt wird sie bildlich gesehen im Unterleib. Von dort aus sucht sie sich ihren Weg nach oben – die Wirbelsäule entlang in den Kopf bis hin zur Mitte der Stirn, wo das dritte Auge erweckt wird.
Dass man diese Mythologie in einer hochtechnologischen 3D-Simulation nicht irgendwie einfangen kann, ist zu bezweifeln.


Leider dürfte ebenso zu bezweifeln sein, dass einem in jenen hohen Bewusstseinssphären eine digitale Unterstützung – und sei sie noch so gewaltig – überhaupt weiterhelfen kann. Doch ein Yogi spielt nicht sofort um Kundalini. Und der lange Weg dorthin kann vielleicht mit einem illusorischen eLearning-System, das alle Sinne einbezieht, ein gewaltiges Stück verkürzt werden.


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