Gegen Globalisierung – für mehr Konsum und Lebensstil

by Mitgerissen on September 13, 2008

Oft ist davon die Rede, in welchem Ausmaß die Globalisierung in der westlichen Welt Jobkahlschlag und Armut verursacht. Gerne wird vernachlässigt, wie sehr diese aufgezwungene Wirtschaftsordnung dem Lebensstil und der Kultur in unserer Gesellschaft schadet. Zum Glück merken das immer mehr Menschen, die aus diesen oder ähnlichen Gründen gegen Globalisierung sind.


Wie Globalisierung Kultur vernichtet

Um Kultur zu leben, zum Beispiel durch Reisen, Kleidungsstil oder Freizeitaktivitäten, benötigt man natürlich Geld. Wenn aber sämtliche westlichen Länder von Standortverlagerungen geplagt werden, leidet auch das verfügbare Einkommen für den Konsum. Und somit wird dem gesamten Lebensstil ein kräftiger Dämpfer verpasst. Konsum muss schließlich bezahlt werden.

Lebensstil als individuelle Selbstverwirklichung

In den westlichen Gesellschaften lassen sich viele Menschen seit längerer Zeit von einem libertären, konsumorientierten Lebensgefühl leiten. Es hat viele Gesichter und ist inzwischen Teil unserer Tradition. Man könnte es Lebensstil nennen, zum Teil Popkultur, vielleicht auch Selbstverwirklichung. Viele Akteure, die Kultur betreiben, sind sich dessen oft gar nicht bewusst. Sie leben eben einfach ihre Persönlichkeit aus. Das ist nicht immer umsonst zu haben.

Gegen Globalisierung

Es gibt viele gute Gründe, gegen Globalisierung zu sein. Am häufigsten wurden in der öffentlichen Diskussion wohl ökonomische oder ethische Argumente genannt. Das Leiden der westlichen Konsumkultur wird bei der Argumentation gegen Globalisierung gerne vernachlässigt. Das ist ein Fehler.

Ein gewisser Lebensstil dürfte für viele Europäer Ausdruck einer positiven und optimistischen Lebenseinstellung sein. Die Geschichte hat sich noch nie dafür bedankt, dass immer mehr Menschen in Europa keine positive Zukunft sahen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, auch auf den Mentalitätsschaden hinzuweisen, den die internationale Wirtschaftsordnung in den westlichen Ländern anrichtet.


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