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Her mit den kleinen Arbeitsrobotern

Die Zukunft hat einige technische Fortschritte zu bieten. Einer davon wären Arbeitsroboter, die imstande sind, den Wohlstand der gesamten Menschheit massiv zu vermehren.

Arbeit im Wandel der Zeit

Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte des Kampfes um Land, Energie und nicht zuletzt um Arbeitskraft. Das Problem, nicht in ausreichendem Maße geeignete Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben, ist so alt wie die Geschichtsschreibung selbst. Man denke an das alte Babylon, das unzählige Hebräer gefangen nahm, um sie als einfache wie auch qualifiziertere Arbeitskräfte einzuspannen.
Genügend Manpower zur Verfügung zu haben war schon immer ein Erfolgsstimulator ganzer Volkswirtschaften. Im Wegfallen der Zufuhr an neuen Arbeitskräften bzw. Sklaven wird zum Teil sogar die Schuld an dem Untergang Roms gesehen. Und während der Kolonialisierung Amerikas haben ein paar der damals fortschrittlichsten Kulturen dieser Zeit glatt die Sklaverei wieder eingeführt.

Der Mangel an günstigen Arbeitskräften hat in der Geschichte aber noch viel mehr Probleme verursacht. Erst hat der Kapitalismus so etwas wie die Entstehung eines Proletariats zugelassen. Dann kam der Kommunismus und rief in nicht wenigen Staaten die Diktatur des Proletariats aus, was diesen Planeten nicht unbedingt zu einem wohlhabenderen und sichereren Ort machte.

Auch heutzutage sorgt der theoretische Mangel an billigen und willigen Arbeitern für Spannungen, vor allem in den entwickelten Ländern. In diesen glaubte man, das Problem durch die tarifliche und sozialstaatliche Regulierung der freien Marktwirtschaft behoben zu haben. Doch die Entwicklung hat gezeigt, dass dem nicht so ist. Die Löhne für einige einfache Tätigkeiten sinken zum Teil sogar unterhalb der Armutsgrenze.
Nicht nur deshalb ist es eigentlich ausgeschlossen, eine zunehmend besser qualifizierte und zum Teil auch materiell abgesicherte Mittelschicht für einfache Tätigkeiten ohne gute Bezahlung und Karriereperspektive zu gewinnen.

Arbeitsroboter für die Welt

Wie so oft liegt die Lösung in einem zunehmenden technischen Fortschritt. Wir leben in einer Zeit, in der Produktion oder Verwaltung mit immer weniger Manpower auskommen. Mensch und Maschine können sich gegenseitig bis zu einem gewissen Grad ersetzen. Volkswirte wie Ricardo haben das schon vor Ewigkeiten erkannt.
Es gilt nun einfach, diese Entwicklung weiter voranzutreiben. Und vielleicht ein wenig auf das Gaspedal zu drücken.

In Japan war noch vor 2010 von speziellen Pflegerobotern die Rede. In dem nicht gerade begehrten Tätigkeitsfeld der Kranken- und Altenpflege existiert in den entwickelten Ländern wie Japan oder Deutschland ein chronischer Personalmangel. Von gut ausgebildetem Personal gesteuerte Maschinen könnten aber die besonders unliebsamen Aufgaben übernehmen. Und mit zunehmender Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz können Arbeitsroboter eines Tages dann auch die Steuerung solcher Maschinen erledigen, sodass der Mensch höchstens noch die Einteilung und Überwachung übernimmt. Für ihre Wartung können sie dann hoffentlich bald ebenfalls vollautomatisch sorgen.

Der Bedarf an Roboter-Manpower ist bestimmt nicht niedrig. Die menschliche und nicht immer vollständig ungefährliche Arbeit in Minen oder beispielsweise an Schmelzöfen ließe sich mit Arbeitsrobotern deutlich erleichtern und attraktiver gestalten. Vollautomatische Reinigungsarbeiten in Betrieben und privaten Haushalten wären dann so selbstverständlich wie Bügeleisen oder Waschmaschinen.

Schöne neue Arbeitswelt

Der Mensch ist der große Gewinner dieser Entwicklung. Er ist dann in der Lage, sich verstärkt um seine Lebensziele kümmern, ohne dass er dem Joch einfacher Tätigkeiten noch länger unterliegt. Statt dessen könnten genau diese Arbeitseinheiten produktiver und effizienter genutzt werden. Und somit auch für mehr Wohlstand sorgen.

Indem die einst gering qualifizierten Stellen maschinell besetzt werden, bleibt zusätzliche Arbeitskraft übrig. Man muss dann nur noch für eine ausreichende Qualifikation der Leute sorgen, die nun statt ausführenden eher dispositiven Tätigkeiten hinterhergehen dürfen. Da unsere kleinen Roboterfreunde nun diese Schichten übernehmen, bleibt genug Zeit, Kurse zu besuchen, sich daheim weiterzubilden oder ein Studium abzuschließen. Je nach Laune, Motivation, Ziele oder Begabung.

Die ansonsten einfache Arbeitskraft wird durch die Arbeitsandroiden multipliziert. Sie kann sich durch das Einteilen, Beaufsichtigen und Verwalten der Arbeitsroboter vervielfältigen und mehr erwirtschaften.
Dabei bleibt es aber nicht. Denn Arbeitsroboter haben ohne Frage die Möglichkeit, auch die Ergebnisse der übrigen Manpower verbessern. Wie stark hängt vom Einzelfall ab.

Ein Creative Director oder ein Drehbuchautor wird vermutlich nicht viel besser, nur weil ihm seit Neuestem ein Butlerbot zur Seite steht oder ein Protokollandroide alternative Formulierungen anbietet. Anders dürfte es sich aber bei Polizisten und Soldaten verhalten, die von KI-Überwachungsdrohnen begleitet werden. Oder bei Piloten, die ein Roboter für Gefahrenwarnungen, Reparaturen und alle mögliche nachrichtendienstliche Tätigkeiten begleitet. Auch Manager dürften sich vielleicht darüber freuen, dass sie neben einem humanoiden Assistenten für die Spezialfälle auch noch Bots für die Routineangelegenheiten durch die Büros schicken können.

Arbeitsroboter der Zukunft

Wie sich die Tätigkeiten der mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Arbeitsbots genau gestalten, werden wir wohl erst in zwei bis drei Jahrzehnten sehen. Doch es wird wahrscheinlich Einiges geschehen.
Was heute utopisch wirkt, kann morgen schon real sein. Man denke mal ungefähr ein Vierteljahrhundert zurück. Damals hätte man nicht so leicht geglaubt, dass bereits 2010 geklonte Schafe blöken, einfachste Heimcomputer Terabytes an Daten speichern können und Energie in kommerziellem Umfang aus Windrädern oder beispielsweise Rapsöl gewonnen wird. So ungewöhnlich ist der Gedanke dann auch nicht, in ein paar Jahren die Pizza von einem Roboter geliefert zu bekommen.

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