Bald wird die Erdbevölkerung die 7-Milliarden-Marke überschreiten. Wie kann man mit all der Überbevölkerung umgehen? Und noch wichtiger: Welche Auswirkungen hat das auf den Wohlstand?
7 Milliarden Menschen!
Bald sieben Milliarden Menschen auf der Erde!
Das wurde am 10.7.2009 das Statistische Bundesamt vom Statistischen Bundesamt gemeldet. Im Augenblick leben rund 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde und bis 2012 würden es sieben Milliarden sein.
2012!
Ungefähr so lange könnte der von den Bayern zurückkehrende Tim Borowski bei Werder Bremen bleiben. Und Borowski ist ein Handtuchwurf davon entfernt, dreißig zu werden! Sehr viel Wasser wird weder die Isar, noch die Weser herunter fließen, bis schließlich 7 Milliarden Menschen mit Nahrung und Energie versorgt werden wollen.
9 Milliarden Menschen!
Im Jahr 2050 könnte die Weltbevölkerung laut Statistischem Bundesamt die Marke von 9 Milliarden erreichen. Um auf diese Zahl zu kommen, muss man noch nicht einmal vom extremsten Szenario ausgehen.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes verraten auch etwas über die regionalen Unterschiede der Bevölkerungsentwicklung. Während sich die Bevölkerung Afrikas bis 2050 voraussichtlich verdoppeln und Indien den zweifelhaften Titel des bevölkerungsreichsten Landes der Erde erhalten wird, ist Europa wohl der einzige Kontinent, dessen Bevölkerungszahl bis 2050 auf unter 700 Millionen schrumpfen dürfte.
Drohen Hungernöte und Energieknappheit?
Ja. Genau das wird unter Umständen geschehen. Wie jeder weiß, kann das aktuelle Wohlstands- und Ernährungsniveau nur gehalten werden, weil die Erde über Rohöl und andere, nicht-regenerative Energiereserven verfügt.
Das Öl wird einerseits verwendet, um all die hergestellte Nahrung zu ihren Empfängern zu transportieren. Ebenso wird es für die Petrochemie benötigt, um Dünger herzustellen, die sozusagen der Sprit für eine umfangreiche Ernährungsversorgung sind.
Und wir brauchen Erdöl wahrlich nicht nur für unsere Nahrungsproduktion.
Rettung Solarenergie
Zum Glück zeichnet sich eine Entwicklung ab, die immerhin die Energieknappheit dieses Planeten lösen dürfte. Die Solarenergie.
Diese ist für mehr als nur die Heizung oder ein wenig Stromsparen interessant. Spätestens seitdem klar ist, dass es mit den Elektroautos ernst werden könnte, ist in der Sonne durchaus die wahrscheinlichste Energiequelle für den Transport der Zukunft zu sehen.
Ein großer Teil der Weltbevölkerung würde gerne Auto fahren, davon kann man einfach ausgehen. Nicht wenige werden danach streben – und es auch immer wieder schaffen. Da ist es gut zu wissen, dass uns im Jahr 2050 wohl kaum ein gigantisches Heer von Spritschluckern erwarten dürfte, sondern vielmehr Kleinwägen mit Elektromotor. Und keinem unmittelbaren Schadstoffausstoß.
Überbevölkerung als Chance
Mehr Menschen können theoretisch auch mehr Wohlstand bedeuten. Schließlich werden noch mehr Individuen versuchen, ihren persönlichen (oder kollektiven) Besitz zu mehren und ihr Leben angenehmer zu gestalten. Von diesen Bemühungen bleibt prinzipiell auch etwas für die Allgemeinheit zurück – und somit auch für den Einzelnen. Je mehr dieser Anstrengungen stattfinden, desto stärker müsste auch der Wohlstand ansteigen.
So viel zur Grundannahme.
Diesem Gedanken steht allerdings das Problem mit den begrenzten Ressourcen im Weg. Wenn die Anstrengungen dieser vielen Milliarden Menschen aufgrund fehlender Energie, guter Böden oder Rohmaterialien nicht fruchten, gibt es auch keinen zusätzlichen Mehrwert.
Suche nach neuen Energiequellen
Aus diesem Grund ist es unvermeidlich, nach neuen Energiequellen zu suchen, die unsere wirtschaftlichen Anstrengungen nicht aufgrund von Energieknappheit ins Leere laufen lassen. Doch auch mit den Materialien ist mithilfe einer nahhaltigen Strategie umzugehen. Recycling und eine längere Lebensdauer von technologischen Produkten könnte der drohenden Materialknappheit entgegenwirken.
Auch auf der Seite der Rohstoffgewinnung ist man mit der Weisheit nicht am Ende. Neben den Tiefen der Meere könnten auch Himmelskörper eine reiche Quelle von Rohstoffen sein, sodass diese vielen Milliarden Menschen auch mit Autos, Laptops, Cyberspacemasken und anderen Produkten beliefert werden können.
Doch die Ressourcen der Ozeane und Himmelskörper sind bestimmt nicht das Ende der Entwicklung. Eines Tages wird hoffentlich der ganz große Traum wahr werden, nämlich die gezielte Kolonialisierung des Weltalls. Ab dann könnte der Begriff “Überbevölkerung” aus unserem Sprachgebrauch gestrichen werden und von Schlagwörtern wie “Personalmangel”, “Weltraumkolonisten” oder sogar “Unterbevölkerung” ersetzt werden.