Unsere abendländische Gesellschaft hat ein Problem. Es ist zum Teil ein Kulturelles, vor allem aber ein Ökonomisches. Wir verwandeln uns schleichend in Kommunisten.
Es fehlt an einem breiten Wachstum, der alle Bevölkerungsschichten erreicht. Und es fehlt an einer üppigen Konsumkultur.
Ein satirischer Kommentar mit ernsthaftem Ausblick in eine positivere Zukunft.
Linksmittige Kommunistenpolitik für Nichtlebende
Um 2005 herum galt radikales Linkssein noch als progressiv. In Deutschland und anderen Teilen Europas enttäuschte New Labour wegen seiner neoliberalen Tendenzen. Viele Leute sahen ihre Felle davonschwimmen.
Bei den regierenden linken Mitten schienen die Prioritäten nicht auf allgemeinem Wohlstand zu liegen.
Wachstum wurde in einem Atemzug mit Ökosteuer, Atomausstieg und Schuldenwarnungen genannt.
Man wollte eine Politik für unsere Kinder und Kindeskinder fahren. Mit gleichem Enthusiasmus wühlte man die Gräber der Vergangenheit auf, bedauerte dies, prangerte jenes an, das längst geschehen ist.
Da ist natürlich nichts Verwerfliches dabei. Nur wäre es schön gewesen, wenn auch die jetzt Lebenden im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit gestanden hätten.
“… und Schuld daran ist nur die SPD …”
Ein nachhaltiges Wirtschaften ist mittel- bis langfristig unverzichtbar. Trotzdem kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es all den heimlichen wie bekennenden Wachstumsbremsen, wie sie beispielsweise in der Schröder-Müntefering-Steinmeier-SPD vermutet werden, gar nicht so sehr um den Umweltschutz ging und immer noch geht. Im Zentrum ihrer Vernichtungsziele schien vielmehr unsere geliebte westliche Konsumkultur zu stehen.
Egal ob mit oder ohne rot-kommunistischem Arbeiter-Parteibuch schoss man sich mechanisch auf eine Begrenzung des Wirtschaftswachstums ein. Für manch braven Parteifunktionär schien Wirtschaft wohl in erster Linie Konsumption zu sein. Gigantische Müllberge, Wegwerfgesellschaft, private Energieverschwendung. So sahen wohl so manche Rotgardisten unsere liberal bourgeoise Gesellschaft.
Gegen die dauerjugendlichen Zeugungsverweigerer
Vor allem gegen diese Killerspiele, Botox und Cannabis konsumierenden, filesharenden dauerjugendlichen Flatratesäufer und Brustvergrößerinnen schien man sich auf konservativ-großkoalitionärer Ebene verschworen zu haben. Während die christlichen Unionstheokraten sie am liebsten zu potenziellen Amokläufern und Päderasten abstempeln wollten, hatte die kommunistische Arbeiterbewegung einst andere Pläne.
Wer trotz Arbeitsmarktprobleme aufgrund eines beschränkten Wirtschaftswachstums nicht bei drei einen Job hatte, sollte durch Spargelstechen den Arbeiter- und Bauernstatus erlangen. Und das alles bei zunehmender staatlicher Überwachung und immer weniger Privatsphäre für den Bürger.
Konsumkultur – Vision für die Zukunft
So interessant es wäre, die vergangenen Jahre politischer Wachstumsbeschränkung zu analysieren und zu verarbeiten, sollte man lieber optimistisch in die Zukunft blicken. Wir stehen mit einem Fuß im Kommunismus. Momentan braucht man jeden Funken positives Denken, den es gibt.
Die Menschheit benötigt Konsum. Für ihre berufliche Existenz, ihre Kultur und natürlich zum Vergnügen. Anstatt den Konsum und das Wachstum zu beschränken, könnte man die Produktion deutlich umweltfreundlicher gestalten. Das gilt für die Energieerzeugung wie auch für die Produktion. Vor allem aber für die Haltbarkeit.
Durch eine nachhaltigere Herstellung und Verwendung der Produkte würde Wohlstand geschaffen werden. Die Nachfrage nach weiteren Gütern würde steigen, nur wären diese länger haltbar und zunehmend umweltfreundlicher in der Herstellung.
Markenkultur und intensive Dienstleistung
Wenn Produkte länger haltbar sind, werden sie mehr wert. Dadurch rentiert es sich gleich doppelt und dreifach, ihnen durch Werbung und andere Marketingmaßnahmen einen zusätzlichen Wert zu verpassen. Man würde seltener das blanke No-Name Produkt kaufen, sondern stets ein zusätzliches Image. Das schafft sowohl für Angestellte wie für Selbstständige jede Menge attraktive Jobs, im Internet, der Werbebranche oder in Konzernzentralen.
Konsum fördert den Wohlstand und dieser die Dekadenz. Im positiven Sinne. Exzessive Nobeldiscos, Gourmetlokale und Luxusboutiquen warten darauf, ihren Teil von den neu verdienten Talern abzubekommen.
Und somit entsteht wieder jede Menge neue Nachfrage.
Nur diesmal wird es anders gemacht. Man lässt nicht die konsumptive Verschleißspirale Wertverlust erzeugen, sondern baut Häuser für die Ewigkeit.
Mehr zum Thema Konsum ist hier zu finden. Den letzten SPD Wähler soll nicht vorenthalten werden.