Mrz 18

Mitglieder-Communities erfreuen sich weltweit einer immer höheren Beliebtheit. Dies dürfte mittelfristig unser Konsum- und Kommunikationsverhalten stark beeinflussen.

Studie über Social Communities

Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen zufolge nimmt die Beliebtheit von Mitglieder-Communities weltweit zu. Wie Nielsen Online am 9. März 2009 meldete, besucht ungefähr zwei Drittel der vernetzten Weltbevölkerung Social Networks (z. B. Facebook), Blogs und andere Seiten dieser Onlinekategorie. Dabei würde vor allem Deutschland einen starken Anstieg von Besucherzahlen auf solchen Seiten verzeichnen können – von 39% aller Internetnutzer im Dezember 2007 auf 51% im Dezember 2008.

Vernetztes Web 2.0

Die zunehmende Beliebtheit von Social Communities, Blogs oder auch Social News ist schon länger allgemein bekannt. Vernetzung wird eben im Web 2.0 sehr groß geschrieben. Dass solche Veränderungen in einer hochtechnologisch vernetzten Welt auch das Shopping oder die Kommunikation beeinflussen, kann man sich denken. Mitgerissen überlegt nun, wie Member Communities unsere Welt aktuell verändern und weiter verändern werden.

Jeder kennt jeden

Die gesamte Welt könnte zum Dorf werden. In einer vernetzten Welt kennt eben jeder jeden – zumindest potenziell. Es existieren weniger technologische bzw. materielle Barrieren, um miteinander in Kontakt zu treten, egal, von wo man kommt. Diese Tendenzen dürften sich in einer Welt der Zukunft eher verstärken.

Starre Gruppenbildung

Auf der anderen Seite können Web-Communities auch als blankes Kommunikationsinstrument zwischen Leuten genutzt werden, die sich beispielsweise schon aus der Kindheit persönlich kennen. Solche Gruppen sind nicht immer darauf erpicht, neue Leute kennenzulernen. So könnten Communities beispielsweise als geschlossene Informationsplattform für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden. Und niemand sonst als der jeweilige Freundeskreis kann den geschützten Bereich innerhalb dieser Online-Community betreten.

Nur für Stammgäste!

Ebenso werden in Zukunft voraussichtlich immer wieder Onlinegemeinschaften auftreten, die nur einem eng abgesteckten Kreis an Mitgliedern aufnehmen. Diese müssen dann entweder mit einem bestehenden Mitglied bekannt sein oder beispielsweise über ein gewisses Aussehen verfügen, dass die bestehende Community bewerten kann. Vielleicht muss man für die eine Community nachgewiesenen Geschlechtsverkehr auf einer Flugzeugtoilette gehabt haben, um aufgenommen zu werden, während man für eine andere Netzcommunity Ferrarifahrer, Dackelhalter oder Angler sein muss.

Shopping 2.0

Auch heutzutage erhält man im Netz die Möglichkeit, die Erfahrungen anderer Konsumenten mit einem bestimmten Produkt oder einer Marke herauszufinden. In Zukunft könnte das durch einen stärkeren Grad der Vernetzung zunehmen. Beispielsweise erhalten Nutzer die Möglichkeit, Produkte (z. B. Filme, Musik, Kleidung, Kosmetik, Sportartikel, Autos) vorzustellen, hinter denen sie persönlich stehen. Natürlich können dann andere Nutzer diese mit wenigen Klicks bestellen.


Die hier prognostizierten Entwicklungen auf dem Gebiet der Social Communities sind zum Teil schon eingetreten und dürften in der mittelfristigen Zukunft voraussichtlich verstärkt zu beobachten sein. Es bleibt weiterhin spannend zu beobachten, wie sich das Internet weiter entwickeln wird. Und noch spannender ist es fast, Spekulationen und Vermutungen darüber anzustellen. Denn die Vorfreude soll ja die schönste Freude sein.

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