Okt 21

Auf die Pharmaindustrie wartet eine revolutionäre wie auch höchst profitable Herausforderung. Ein Wellnesspräparat wie Huxleys Soma könnte unsere Freizeitgestaltung und unsere Kultur bahnbrechend prägen. Wartet eine neue, schöne Welt auf uns?

Bewusstseinserweiterung durch Soma

Die Entwicklung von Huxleys Soma, wie wir es aus der Schönen Neuen Welt kennen, könnte unseren Alltag und unser Denken nachhaltig verändern. Die Pharmaindustrie hätte mit der Erforschung und Entwicklung eines solchen oder ähnlichen Präparates die Chance, ein im letzten Jahrhundert enorm an Bedeutung gewonnenes Bedürfnis zu befriedigen, nämlich den Drang vor allem “jüngerer” Generationen nach Spaß und spirituellen Erfahrungen.
Auch wenn Huxleys Soma neben der Bewusstseinserweiterung doch sehr dem Hedonismus diente, ging es auch um Grenzerfahrungen und andere geistige Erlebnisse.

Die schöne Welt der Pharmaindustrie

Aus Sicht der Pharmaindustrie wäre Soma ein Umsatzbringer, egal ob man sich an Huxleys Vorlage hält, oder ein vergleichbares Präparat entwickelt, das mit der Schönen Neuen Welt nichts zu tun hat. Der Markt für verschreibungspflichtige Brain-Präparate boomt eben – und er dürfte vermutlich weiter wachsen. Dabei geht es durchaus nicht nur um den Spaß nach Feierabend, sondern auch um Leistungssteigerung für die Karriere.

Kulturrevolution mit Huxleys Soma?

Was für eine schöne Welt! Ein Produkt, das an Huxleys Soma herankommt, dürfte eine regelrechte Kulturrevolution auslösen. Das Verständnis vom Dasein des Menschen könnte möglicherweise humaner wie auch sinnesfreundlicher werden und sich mehr auf dessen Bedürfnisse richten. Dabei geht es sowohl um die Pflege eines gesunden Hedonismus, wie auch um eine Erweiterung des spirituellen Bewusstseins, was man erfahrungsgemäß auch durch eine Veränderung der Wahrnehmung ausgezeichnet erreichen kann.

Brainfood für Fortgeschrittene

Soma aus der Pharmaindustrie, das wäre vergleichbar mit Brainfood für Fortgeschrittene. Dass ein solches Präparat gesundheitliche Standards erfüllen muss, versteht sich von alleine. Ebenso müsste man den Umgang damit gesetzlich regeln.
Bis dahin ist es allerdings ein weiter Weg. Noch gibt es keinen Anlass anzunehmen, dass die Pharmabranche nach Huxleys Soma forscht. Vermutlich existieren auf diesem Gebiet noch zu viele Hemmschwellen.
Es wäre aber schön, wenn sich unsere Gesellschaft endlich ihrer sinnesfeindlichen Beschränkungen entledigen würde – auch um den Menschen dabei zu unterstützen, in seinem Alltag ein Optimum an Wohlbefinden, Spaß und Erfüllung zu erreichen.


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